
Vor 20 Jahren begann die Erfolgsgeschichte des FDZ
Wenn es um die Erforschung des Arbeitsmarktes geht, hat sich das Forschungsdatenzentrum (FDZ) der Bundesagentur für Arbeit im IAB in den vergangenen…
Prof. Till von Wachter, Professor für Volkswirtschaftslehre an der University of California Los Angeles (UCLA) und Direktor des California Census Research Data Center, ist langjähriger Nutzer der FDZ-Daten. Rückblickend würdigt er die Bedeutung für die internationale Forschung: „Ich habe meine Dissertation mit den Daten des FDZ erstellt und dabei die einzigartige Qualität und Integration verschiedener Arbeitsmarktdaten schätzen gelernt. Nirgendwo anders gibt es so umfassende und zugleich zugängliche Daten.“ Von Wachter betont weiterhin die Effizienz in der Datenbereitstellung, die es ihm und vielen seiner Studierenden ermöglichte, erfolgreich mit diesen Daten zu arbeiten.
Müller: Allein im November letzten Jahres wurden über 3.500 Auswertungsjobs durchgeführt.
Die technologische Entwicklung des FDZ hat über die Jahre einen enormen Schub erfahren. Früher mussten Forschende ihre Auswertungsskripte mühsam per E-Mail einreichen, welche dann auf den Originaldaten ausgeführt wurden. Heute hingegen können Forschende ihre Programme direkt in die Software des FDZ hochladen und haben die Möglichkeit, ihre Ergebnisse nahezu in Echtzeit zu überprüfen, so die Forschungsbereichsleiterin des FDZ, Dana Müller. Diese Fortschritte haben dazu geführt, dass die Nutzerinnen und Nutzer mit den Daten des FDZ mittlerweile sieben Tage die Woche arbeiten können. „Allein im November letzten Jahres wurden über 3.500 Auswertungsjobs durchgeführt“, unterstreicht Müller das gestiegene Forschungsinteresse.
Fitzenberger: Ein wahrer Datenschatz für die Forschung.
Prof. Bernd Fitzenberger, Direktor des IAB, beschreibt das FDZ als Pionier und Eckpfeiler der Forschungsdateninfrastruktur in Deutschland: „Mit den umfassenden Prozessdaten der BA und den Umfragedaten des IAB, die miteinander verknüpft werden können, haben wir einen wahren Datenschatz für die Forschung geschaffen“, erklärt Fitzenberger.
Nahles: Ein entscheidender Beitrag zur wissenschaftlichen Fundierung von Entscheidungen im Bereich der Arbeitsmarktpolitik.
Das Forschungsdatenzentrum zeichnet sich nicht zuletzt auch durch die wissenschaftliche Neutralität und die breite Zugänglichkeit der auf den FDZ-Daten basierenden Forschungsergebnisse aus. Andrea Nahles, Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, betont, wie wichtig die Unabhängigkeit der Forschung ist, auch wenn die Ergebnisse nicht immer allen gefallen mögen. Das IAB leiste hier einen entscheidenden Beitrag zur wissenschaftlichen Fundierung von Entscheidungen im Bereich der Arbeitsmarktpolitik.
Kaiser: Die gute Arbeit des FDZ ist eine wichtige Voraussetzung für unsere gute Arbeit im BMAS.
Auch Dr. Yvonne Kaiser, Leiterin der Arbeitsmarktabteilung im Bundesministerium für Arbeit und Soziales unterstreicht den unschätzbaren Wert des Forschungsdatenzentrums für die Politikgestaltung. Die qualitativ hochwertigen Analysen und die sorgfältige Aufbereitung der Daten seien essenziell für fundierte politische Entscheidungen. So konstatiert sie: „Die gute Arbeit des FDZ ist eine wichtige Voraussetzung für unsere gute Arbeit im BMAS“.
Bender: Das FDZ hat sich Internationalisierung immer groß auf die Fahne geschrieben.
Was einst mit Standorten in Deutschland begann, hat sich zu einem globalen Netzwerk entwickelt, so Prof. Stefan Bender, Leiter des Forschungsdaten- und Servicezentrums der Deutschen Bundesbank. Es begann mit Standorten in Deutschland, später in den USA und jetzt habe das FDZ mit der Beteiligung am International Data Access Network einen bedeutenden Schritt vollzogen. „Das FDZ hat sich Internationalisierung immer groß auf die Fahne geschrieben und ist jetzt ein Leuchtturm im internationalen Datenmeer“, würdigt Bender die Internationalisierung des FDZ.
Das Video finden Sie auf dem YouTube-Kanal des IAB.
DOI: 10.48720/IAB.FOO.20240508.02

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