
Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage – Februar 2026
Das Bruttoinlandsprodukt ist im vierten Quartal 2025 preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal gestiegen.…

Das außenwirtschaftliche Umfeld entwickelt sich weiterhin gut. Das Bruttoinlandsprodukt der Eurozone ist im zweiten Quartal 2017 um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorquartal gestiegen. Sowohl die Konjunkturerwartungen als auch die Einschätzung der aktuellen Lage in der Eurozone haben sich am aktuellen Rand weiter verbessert.
Lediglich im Vereinigten Königreich zeigt sich die Verunsicherung durch den geplanten EU-Austritt durch ein weniger dynamisches Wirtschaftswachstum (+0,3% im zweiten Quartal).
Der deutsche Außenhandel wirkte dämpfend auf das Wirtschaftswachstum. Die Exporte nahmen im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorquartal zwar um 0,7 Prozent zu. Die Importe stiegen aber deutlich stärker an, nämlich um 1,7 Prozent. Der Außenbeitrag ist daher negativ und lag bei -0,3 Prozentpunkten. Die Exporterwartungen am aktuellen Rand sind etwas weniger optimistisch als noch im Vormonat, befinden sich aber dennoch auf sehr hohem Niveau.
Die Investitionstätigkeit legte im zweiten Quartal erneut zu. Die Ausrüstungsinvestitionen sind um 1,2 Prozent und die Bauinvestitionen um 0,9 Prozent gestiegen. Die Investitionsgüterproduzenten beurteilen das Geschäftsklima positiv und erwarten eine Verbesserung der Geschäftslage.
Der Konsum ist die wichtigste Stütze der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland. Der private Konsum legte mit einem Wachstum von 0,8 Prozent im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal noch einmal deutlich zu. Und auch der staatliche Konsum verzeichnete ein Plus von 0,6 Prozent. Die gute wirtschaftliche Lage und die hohe Beschäftigung geben privaten Haushalten und dem Staat finanzielle Spielräume.
Der Arbeitsmarkt zeigt sich ebenfalls in guter Verfassung. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung steigt weiterhin. Die Arbeitslosigkeit und auch die Unterbeschäftigung, die u.a. Flüchtlinge in Maßnahmen der Arbeitsmarkt- und Integrationspolitik berücksichtigt, sind rückläufig. Allerdings ist das IAB-Arbeitsmarktbarometer im August erneut gefallen, was in Verbindung mit erwarteten Zugängen in Arbeitslosigkeit durch Flüchtlinge stehen dürfte. Die Einschätzung zur Beschäftigungsentwicklung ist dennoch sehr gut.

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