
Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage – Februar 2020
Das deutsche Wirtschaftswachstum stagnierte im Schlussquartal 2019. Für das Gesamtjahr ergibt sich damit ein moderates Wachstum von 0,6 Prozent. Für…

Auch die Weltwirtschaft büßt an Dynamik ein. Die Eurozone verzeichnet im ersten Quartal 2018 ein Wachstum von 0,4 Prozent. Im Vereinigten Königreich war die Wirtschaftsleistung nahe der Stagnation, in Japan ging sie sogar zurück. Im Gegensatz dazu entwickeln sich die USA weiter mit Schwung. Abzuwarten bleibt, ob der steigende Ölpreis die Dynamik weiter dämpfen wird.
In dieser Gemengelage hat der deutsche Außenhandel spürbar nachgelassen. Die Exporte sind im ersten Quartal 2018 um 1,0 Prozent zurückgegangen, nach einem kräftigen Schlussquartal 2017. Der starke Eurokurs und die steigende Verunsicherung durch Handelsstreitigkeiten drücken die Exporterwartungen zunehmend. Die Importe waren ebenfalls rückläufig und gingen um 1,1 Prozent zurück. Insgesamt senkte der Außenbeitrag das Wachstum rechnerisch um 0,1 Prozentpunkte.
Positive Impulse kommen dagegen von den Investitionen. Im ersten Quartal nahmen die Ausrüstungsinvestitionen um deutliche 1,2 Prozent zu, die Bauinvestitionen stiegen sogar um kräftige 2,1 Prozent. Aufgrund der langen Aufschwungsphase sind die Produktionskapazitäten stark ausgelastet. Gleichzeitig sind die Finanzierungsbedingungen günstig. Die Investitionsgüterproduzenten schätzen die aktuelle Geschäftslage daher als gut ein. In den nächsten Monaten dürfte sich das Bild aber etwas eintrüben, die Erwartungen sind rückläufig.
Der private Konsum hat seine Schwächephase aus dem zweiten Halbjahr 2017 überwunden und ist im ersten Quartal 2018 um 0,4 Prozent gewachsen. Diese gute Entwicklung dürfte sich fortsetzen. Das Konsumklima liegt weiter auf sehr hohem Niveau. Die staatlichen Konsumausgaben hingegen sind im ersten Quartal um 0,5 Prozent zurückgegangen.
Die Lage am Arbeitsmarkt bleibt gut. Die Beschäftigung steigt, wenn auch langsamer als zuvor. Ähnliches gilt für den Rückgang der Arbeitslosigkeit und der Unterbeschäftigung. Insgesamt macht sich die Abschwächung der konjunkturellen Lage am Arbeitsmarkt bemerkbar. Laut IAB-Arbeitsmarktbarometer ist aber auch in den kommenden Monaten eine gute Lage am Arbeitsmarkt zu erwarten. Der Frühindikator ist zwar zuletzt zurückgegangen, bleibt aber auf hohem Niveau bei 104,1 Punkten.

Das deutsche Wirtschaftswachstum stagnierte im Schlussquartal 2019. Für das Gesamtjahr ergibt sich damit ein moderates Wachstum von 0,6 Prozent. Für…

Das reale Bruttoinlandsprodukt ist nach vorläufigen Ergebnissen im Jahr 2019 um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Das Wachstum fällt damit…

Das Bruttoinlandsprodukt nahm im dritten Quartal preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal zu. Auch derzeit ist…