
IAB-Stellenerhebung 3/2025: Akademikerstellen haben mehrheitlich eine Homeoffice-Option
Im dritten Quartal 2025 gab es bundesweit 1,03 Millionen offene Stellen. Gegenüber dem Vorquartal ist dies ein Rückgang um 24.700 oder rund 2…

In Westdeutschland waren im zweiten Quartal 2025 rund 873.500 offene Stellen zu besetzen, in Ostdeutschland rund 184.200. Im vierten Quartal 2022 lag die Zahl der offenen Stellen mit insgesamt rund 2 Millionen noch auf einem Allzeithoch. Seitdem hat sich die Zahl der offenen Stellen in Ostdeutschland halbiert. Auch in Westdeutschland liegt die entsprechende Zahl nun um 46 Prozent niedriger.
Bundesweit kamen auf 100 von den Betrieben ausgeschriebene offene Stellen durchschnittlich 277 arbeitslos gemeldete Personen und damit 72 Arbeitslose mehr als noch im Vorjahresquartal sowie 26 Arbeitslose mehr als im Vorquartal. Der Anstieg der Arbeitslosen-Stellen-Relation gegenüber dem Vorquartal geht allein auf den Rückgang der offenen Stellen zurück. Die Schere am Arbeitsmarkt öffnet sich dabei zugleich wieder zwischen Ost- und Westdeutschland. Die Arbeitslosen-Stellen-Relation als ein Maß für mögliche Personalengpässe am Arbeitsmarkt liegt im zweiten Quartal 2025 in Ostdeutschland nun bei durchschnittlich 367 und in Westdeutschland bei 258 arbeitslos gemeldeten Personen pro 100 offene Stellen.
Das seit Ende 2022 ansteigende Verhältnis von Arbeitslosen zu offenen Stellen spiegelt sich mit etwas Verzögerung auch im vorherigen Erwerbsstatus neu eingestellter Personen wider (siehe Abbildung). Generell ist zu beobachten, dass in konjunkturellen Schwächephasen der Anteil der Neueinstellungen, die mit einem Job-to-Job-Wechsel einhergehen, tendenziell rückläufig ist. In Boomphasen mit einer sinkenden Zahl an Arbeitslosen hingegen konkurrieren die Betriebe bei der Besetzung offener Stellen zunehmend um bereits beschäftigte Personen.

So wechselten im Jahr 2023 laut Angaben der Betriebe bei rund 64 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Neueinstellungen (ohne Auszubildende) die eingestellten Personen von einer bestehenden in eine neue Beschäftigung. Im Jahr 2024 ist dieser Anteil an den Neueinstellungen dagegen wie erwartet etwas geringer ausgefallen. Im Gegenzug haben die sozialversicherungspflichtigen Neueinstellungen von vorher arbeitslosen oder nicht beschäftigten Personen wieder etwas an Bedeutung gewonnen. Bemerkenswert ist jedoch, dass im zeitlichen Vergleich trotz der anhaltenden Flaute am Arbeitsmarkt weiterhin ein so hoher Anteil der sozialversicherungspflichtigen Neueinstellungen auf Job-to-Job-Wechsel zurückgeht.
Das IAB untersucht mit der IAB-Stellenerhebung viermal jährlich das gesamte Stellenangebot, also auch jene Stellen, die den Arbeitsagenturen nicht gemeldet werden. Im zweiten Quartal 2025 wurden Antworten von rund 9.549 Arbeitgebern aller Wirtschaftsbereiche ausgewertet. Aktuelle Zahlen zur (langfristigen) Entwicklung der offenen Stellen sowie weiterer Kenngrößen auf Basis der IAB-Stellenerhebung finden Sie auf der IAB-Website. Die aktualisierte Ausgabe des IAB-Monitors Arbeitskräftebedarf 2/2025 ist ab dem 15.9.2025 im IAB-Forum abrufbar.

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